Euphorie – Internet-Marketing

Marketing Klar, wenn man etwas Neues angeht in seinem Geschäft, dann ist man erst einmal euphorisch, quasi direkt aus dem Häuschen. Das ist gut so, egal welches Geschäft man betreibt, ohne echte Begeisterung wird es in die Hose gehen.

Und doch wird man sich beruhigen müssen, gerade wenn einer die Millionärsgeschichte predigen will, da kommt meistens ein rechter Schmarrn raus. Das Thema beobachte ich jetzt schon lange, aber die Millionäre wechselten kaum. Vielleicht zwei, die man erwähnen sollte, der Kris Stelljes, ein beinahe einmaliger Fall auf Grund seiner jungen Jahre und der Alex Riedl, sie haben eben auf das rechte Pferd gesetzt und die Wette gewonnen. Von dem rechten Pferd hören wir hier noch viel, weil es plausibel ist.

So viel vorweg, das klassische Internet-Marketing ist es nicht, dem schlafen nämlich auch schon lange die Füße ein.

Man muss nur vorsichtig sein, wenn man etwas gegen das Internet-Marketing sagt oder schreibt, sofort schreien ein paar Kollegen auf und bieten LKW-weise Beweisstücke an, die zeigen sollen, dass es gar nichts besseres gibt. Lassen wir das, nur ein paar Zahlen.

  • Eine Open-Rate von bis zu 15% heißt, das ist sehr wenig und durch das Wörtchen "bis" ist es das auch und sogar noch viel weniger und bei Dir noch weniger, aber das kennst Du auch schon.
  • Eine Click-Through Rate von bis zu 8% – hat auch das "bis" drin und 8% sind noch viel weniger.
  • Den Internet-Marketer, der eine Liste von 100.000 und mehr Adressen hat, der ist satt und in Rente. Bei den anderen funktioniert das nicht mehr. Eine Mail-fähige Datenbank in der Größenordnung kostet im Monat einen Tausender Miete (nur die DB, da hast Du noch keine Adressen).
  • Das Inkrafttreten der EU DSGVO, beziehungsweise des Vorgängers, das BDSG, macht mit dem Wald- und Wiesen Internet Marketing ohnehin Schluss, ein paar Beispiele:

    • Seiten die noch per HTTP anzeigen, werden von Google gebrandtmarkt (seit 1.1.17)
    • Selbst die Opt-In Adressen müssen mit HTTPS geschickt werden
    • Adresskauf nicht mehr möglich – nur noch EIGENE Double-Opt-In
    • Recht auf vergessen werden: Adressen, die noch nicht gekauft haben, können nach ~ 1 Jahr gelöscht werden. Die gekauft haben 1 Jahr später. So lesen sich erste Kommentare – vielen Dank!
    • Die meisten Marketer werden gut daran tun, ihre Fakturierung auszulagern, folgt man dem ganzen Datenschutz wird man vermutlich kirre. Wir testen derzeit einige Kombinationen mit verschiedenen Buchhaltungs- und Fakturier-Systemen und kommen rechtzeitig mit Empfehlungen.
    • Dazu dann noch die GoBD, welche seit dem 01.01.15 klammheimlich gelten, machen es nicht leichter.

Dass beispielsweise das Löschen der Adressen (Recht auf Vergessen werden) nicht mit der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht korrespondiert, mag ein Vorgeschmack darauf sein, wie durchdacht das ganze Datenschutzthema ist, nämlich nicht. Das wird auch noch viele Programmierer der Erleuchtung näher bringen.

Meine Empfehlung

Im Internet ein System verwenden, das in den relevanten Bereichen auch aus dem Internet herausreicht, wie zum Beispiel das Worldsoft WBS (www.munich-internet.com/worldsoft). Außerdem für Buchhaltung sinnvolle Cloud-Systeme verwenden wie LexOffice oder SageOne.

Für gewerbliche Ziele professionelle Partner einsetzen. Wenn das Geschäftsmodell keine professionellen Partner erlaubt, dann ist es besser, das Geschäft gar nicht zu machen. Die Zeiten der Bastler und Lehrlinge sind vorbei.

 

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