DEIN NEUES BIZ – DSGVO

Das war schon ein Fetz mit dem E-Mail-Marketing, so wie es früher noch gegangen ist. Da hat man ein paar Tausend Adressen gekauft, eine Mailer Software damit geladen und wenn nichts besonderes passiert ist, dann ging die Spammerei  auch schon los.

Nischenwechsel

Zur Erinnerung, der oben beschriebene Weg war noch nie erlaubt. Nur wer hat sich schon darum gekümmert? Und die tollen Marketer, die konnten einen einmal irgendwie erworbenen Adress-Bestand gleich für mehrere Geschäfte nutzen. Wenn es mit dem BIZ1 nix geworden ist, dann mussten die Adressen gleich für das BIZ2 herhalten.

Das war natürlich ein grober Unfug. Stelle Dir vor, BIZ1 war irgendwas mit ABNEHMEN, an sich keine schlechte Nische, außer dass es sich schon herum gesprochen hat. Weil er es nicht zum Laufen gebracht hat, musste ein neues, ein ganz anderes BIZ her. Sagen wir etwas mit DATING.

Man erkennt sofort, dass die Adressen nicht kompatibel sind und bestimmt nicht in beiden Geschäften gleichermaßen konvertieren, wenn überhaupt. Das Gleiche gilt für Adressen, die man nicht selbst optiert hat, die können NIE auf das eigene BIZ passen.

Double-Opt-In

Freilich, ein Double-Opt-In war auch schon erforderlich, sonst bestand aber relative Nutzungsfreiheit. Es hat auch keinen interessiert, wenn das Double-Opt-In an den einen Marketer abgegeben wurde, ein ganz anderer aber die Adressen genutzt hat.

So haben sich Adressen mit einer Anmeldung beinahe beliebig vermehrt. Bestimmt ist auch das ein Grund, weshalb hier die Regeln so verschärft worden sind.

Das Opt-In ist künftig immer

  • persönlich (an den Seiteninhaber gebunden) und
  • zweckgebunden (Beispiel: Newsletter Bio Artikel)

Weiterhin besteht ein

  • Kopplungsverbot

was bedeutet, dass nicht mit dem Opt-In ein eBook oder ähnliches Opt-In-Geschenk gekoppelt werden darf. Es ist, nach heutiger Einschätzung, nicht mehr zulässig ein eBook als Opt-In Geschenk anzubieten. Jedoch das Book zu fleddern und einzelne Kapitel als Opt-In Anreiz zugeben, das scheint noch im Rahmen des erlaubten. Letzte Sicherheit werden die ersten Urteile geben, die von den Großen der Branche provoziert werden.

Vor diesem Hintergrund sage ich dem E-Mail Marketing keine guten Zeiten voraus, es passt auch nicht mehr in die Zeit. Bis zu 70% der Menschen kommunizieren erst einmal mit dem Handy, da sind lange Mail auch unerwünscht.

PERMISSION MARKETING

Seth Godin, der amerikanische Star-Marketer sagt, dass es künftig nur noch das ERLAUBNIS MARKETING gibt. So heißt auch sein Buch, PERMISSION MARKETING. Leider ist die Deutsche Auflage gerade ausverkauft, sonst hätte ich einen Link hergestellt. Das hier ist die englische Version.

Eine Sicht, der ich mich sofort anschließe, weil ich ständig beobachten kann, welche akrobatischen Verrenkungen die Anwender probieren, um der Werbeflut Herr zu werden. Die MARKETER hingegen versuchen durch immer neue Scripts und Tricks die Kontrolle auf dem begehrten Smartphone oder PC des Besuchers zu behalten oder wieder zu erlangen.

Und bei jeder technischen Neuerung heißt es dann:
Die Spiele mögen wieder beginnen!

SMS MARKETING

Was unsere Systeme wie die DIGITAL BASICS aber mitbringen ist das SMS Gateway. Wir glauben, damit lässt sich bestens ERLAUBNIS MARKETING betreiben, der Artikel bleibt auf Deinem Server, Du schickst nur einen Link an den Empfänger und er entscheidet auf welchem Gerät er sich das ansieht.

Um diese Gegebenheiten zu dokumentieren und auch künftig sinnvolle Empfehlungen für das E-Mail Marketing zu geben, schreibe ich laufend Artikel und veröffentliche sie als Video und Webinar.

DSGVO ab dem 25.05.2018

Nicht, dass es davor keine Gesetze gegeben hätte, aber es waren nationale Regeln, wie beispielsweise das BDSG (Bundes Daten Schutz Gesetz). Somit hätte auch der Deutsche Staat eine Strafverfolgung betreiben müssen. Das war bis dahin kaum üblich, außer vielleicht in besonders schweren Fällen.

Das neue Gesetz ist anders. Es ist ein EU-Gesetz, es wurde längst beschlossen, nämlich schon Anfang 2017, mit dem Startdatum 25.05.2018. Die ABMAHNER dieser Welt konnten sich also ein Jahr lang in Stellung bringen. Und ich denke, sie haben die Zeit genutzt.

Das Gesetz selbst ist eigentlich eine Sammlung von Gesetzen. Wenn das alles sofort angewendet wird, dann fallen mindestens 50% der heutigen Geschäftsmodelle hinten runter. Ich bin sehr gespannt.

Jedenfalls mit dem Mail-SPAM sollte man sich nichts mehr einfallen lassen, da haben die wohl besonderes Augenmerk darauf. Unsere Anwaltskanzlei, mit der wir eine Agentur-Partnerschaft unterhalten, berichtet bereits von ersten Abmahnungen unklar ist nur, ob künftig überhaupt in Sachen DSGVO abgemahnt werden kann. Wir werden es sehen.

Interessiert? Partner-Links: www.web-coach.eu/rechtssicherheit

Aber wie wirbt man sonst?

Man hat sich so daran gewöhnt, dass man gar nichts anderes mehr denken kann. Erst fällt einem auch gar nichts alternatives mehr ein. Zeitung? Teuer, abgedroschen und ineffektiv. Wie war das noch vor 3 Jahrzehnten? Kleinanzeigen, richtig. Aber die waren auch nicht billig und gut schon gar nicht.

Da hat man doch einmal etwas in der Kaufmanns-Lehre gelernt. Unter Kaufleuten war schon immer ein Angebot per Brief erlaubt, sogar mit nach telefonieren, wenn einer darauf Wert legt. Ich sage das deshalb, weil ich selbst das nicht mehr mache, seit sich dafür auch keine Mitarbeiter mehr finden.

Also testen wir die Werbung per Brief, wir brauchen schließlich eine Alternative, wenn jetzt dann die E-Mail Werbung weg fällt. Ich will hier nicht zu den Schwarzmalern gehören, es scheint mir aber vernünftig, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Abhängen wird es davon, ob die ABMAHNER gleich beginnen scharf zu schießen, oder ob sie die Marketer erst einmal noch machen lassen.

Zusammen mit den Möglichkeiten, die sich mit dem SMS Gateway ergeben, kann das rund werden, es muss nur neu erfunden werden, das ist alles. Das ist immer mit dem Begriff Disruptiv gemeint, man muss auch das Beste einmal loslassen können, wenn man merkt, dass es nicht mehr die No 1 ist. Wie die Dakota-Indianer sagen, wenn Du merkst, dass das Pferd, das Du reitest, tot ist – steig ab!

Unsere Antwort: DIGITAL BASICS von MUNICH-INTERNET